Löschwasserbehälter für PV & BESS: Flexible Tanks, Beton und Stahl im Kosten- und Zeitvergleich

Bei der Planung von PV-Freiflächenanlagen und Batteriespeichersystemen (BESS) stehen Ingenieure unweigerlich vor der Entscheidung: Wie soll die lokale Löschwasserversorgung organisiert werden?

Die Kosten für einen Fehler in dieser Projektierungsphase sind hoch. Die Wahl des falschen Behältertyps kann zu massiven Budgetüberschreitungen (CapEx), wetterbedingten Bauverzögerungen und erheblichen Problemen bei der späteren Renaturierung (Rückbau) der Fläche nach 20 bis 30 Jahren führen.

Auf dem europäischen Markt werden heute hauptsächlich drei Lösungen eingesetzt: unterirdische Betonzisternen, oberirdische Stahlwellblechtanks und industrielle, flexible Löschwasserbehälter (Faltbehälter). Im Folgenden vergleichen wir diese drei Optionen objektiv im Hinblick auf Bauzeit, Kosten und Komplexität der Tiefbau- und Montagearbeiten.

1. Betonzisternen
Die traditionelle, massive Lösung. Meist werden sie unterirdisch verbaut, was Platz an der Oberfläche spart.

  • Verborgene Nachteile: Der größte Nachteil ist der enorme Aufwand für den Tiefbau. Sie benötigen Bagger, müssen tonnenweise Erdaushub abtransportieren, aufwendige Schalungen errichten und Betonpumpen einsetzen. Der gesamte Prozess ist extrem abhängig von Niederschlägen und Frost. Zudem kosten der Abriss und die Entsorgung eines solchen Bunkers nach Ablauf des Pachtvertrags oft fast genauso viel wie der Neubau.

2. Stahlwellblechtanks
Eine beliebte Alternative zu Beton. Sie bestehen aus verschraubten, verzinkten Stahlblechen und einer innenliegenden PVC-Membran (Liner).

  • Verborgene Nachteile: Zwar ist der Stahl selbst oft günstiger als ein massives Betonbauwerk, doch im Marketing wird oft die Baufeldfreimachung verschwiegen. Für einen Stahltank ist zwingend das Gießen eines exakt nivellierten Beton-Ringfundaments erforderlich. Darüber hinaus wird für die Montage der Bleche in der Höhe ein Autokran benötigt, und die reine Aufbauzeit beträgt in der Regel 1 bis 2 Wochen.

3. Flexible Löschwasserbehälter (Faltbehälter) von Flexsol
Ein innovativer Ansatz, der sich zunehmend als Standard bei europäischen EPC-Auftragnehmern etabliert. Der Behälter besteht aus hochfestem, gewebeverstärktem technischem PVC (bis zu 1300 g/m²).

  • Der Hauptvorteil: Null Tiefbau. Der Tank wird zusammengefaltet auf einer Palette auf die Baustelle geliefert. Es genügt, ihn auf einem geebneten Sandbett über einem Schutzvlies (Geotextil) auszurollen. Die Montage dauert lediglich 1 bis 2 Tage – ohne einen einzigen Kubikmeter Beton und ohne schweres Hebezeug.

Vergleichstabelle: Beton vs. Stahl vs. Flexsol

Zur besseren Übersicht haben wir die wichtigsten Parameter für die Errichtung eines Löschwasserreservoirs mit einem Volumen von 100 bis 300 m³ zusammengefasst.

Bewertungskriterium
Unterirdischer Beton
Stahlwellblech
Flexsol Faltbehälter
Fundament & Tiefbau
Baugrube, Schalung, Bewehrung und Betonieren
Gießen eines bewehrten Beton-Ringfundaments
Nicht erforderlich
(nur planierter Boden + Sandbett)
Benötigtes Spezialgerät
Bagger, Betonpumpe, LKW für Erdaushub
Autokran, Betonmischer
(für Fundament)
Nicht erforderlich
(manuelle Ausrollung durch Bautrupp)
Bau- / Montagezeit
3 bis 5 Wochen
(inkl. Aushärtung des Betons)
1 bis 2 Wochen
1 bis 3 Tage
Wetterabhängigkeit
Sehr hoch
(kein Betonieren bei Regen/Frost)
Mittel
(kein Kranbetrieb / Fundamentbau bei starkem Wind/Regen)
Keine
(Montage unter nahezu allen Bedingungen möglich)
Basis-Investitionskosten (CapEx)
Hoch
(ab 150 bis 300+ €/m³ inkl. Tiefbau)
Mittel
(ab 80 bis 150 €/m³)
Niedrig
(ab 30 €/m³)
Rückbau & Renaturierung
Extrem aufwendig und teuer
(Schweres Abbruchgerät)
Aufwendig
(Demontage, Entsorgung des Ringfundaments)
Sehr einfach
(Wasser ablassen, zusammenfalten, abtransportieren)

 

Fazit: Die Entscheidung für sinkende CapEx-Kosten

Wenn sich Ihr Projekt in einem städtischen Gebiet befindet, in dem jeder Quadratmeter Boden extrem teuer ist, kann eine unterirdische Betonzisterne gerechtfertigt sein.

Für 90 % der PV-Freiflächenanlagen und abgelegenen BESS-Projekte, bei denen genügend Platz an der Oberfläche vorhanden ist, sind die flexiblen Behälter von Flexsol jedoch der absolute Gewinner. Sie eliminieren das Risiko wetterbedingter Bauverzögerungen, reduzieren die Fundamentkosten auf null und lösen das Problem des späteren Anlagenrückbaus vollständig.

Fordern Sie noch heute die technischen Spezifikationen und Zeichnungen (CAD/PDF) der Flexsol-Tanks bei unseren Ingenieuren an, um sie in Ihre aktuellen Projekte zu integrieren.