Beton vs. Flexible Tanks: Wie EPC-Auftragnehmer die Brandschutzkosten für PV- und BESS-Projekte senken

Der Markt für erneuerbare Energien in Deutschland erlebt einen beispiellosen Boom beim Bau von PV-Freiflächenanlagen und Batteriespeichersystemen (BESS). Mit dem rasanten Ausbau der Kapazitäten verschärfen sich jedoch auch die Brandschutzanforderungen drastisch.

In der Regel werden solche Industrieparks weit abseits großer Siedlungen errichtet. Die kommunalen Trinkwassernetze können dort selten die für Löscharbeiten erforderlichen Wassermengen und -drücke (gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 405) bereitstellen. Aus diesem Grund fordern lokale Brandschutzdienststellen und Sachversicherer (oft basierend auf strengen VdS-Richtlinien) von den Projektentwicklern die Vorhaltung einer autarken Löschwasserversorgung direkt auf dem Anlagengelände.

Historisch bedingt planen Ingenieure für diesen Zweck oft traditionelle Stahlbetonbehälter (Betonzisternen) ein. Heute jedoch verzichten führende europäische EPC-Auftragnehmer zunehmend auf Beton und setzen stattdessen auf industrielle, flexible Löschwasserbehälter. Wir beleuchten, warum dieser Wechsel stattfindet und wie er die Wirtschaftlichkeit eines Projekts beeinflusst.

Das Problem traditioneller Lösungen: Der Tiefbau als Kostentreiber

Der Bau eines industriellen Solarparks findet häufig in abgelegenen Gebieten mit komplexer Logistik statt. Die Errichtung eines Beton-Löschwasserbehälters zieht dort eine Kette von Problemen nach sich:

  1. Teure Erdarbeiten (Tiefbau): Es wird schweres Gerät benötigt, um die Baugrube auszuheben, den Erdaushub abzutransportieren und das Fundament aufwendig vorzubereiten.

  2. Wetterabhängigkeit: Das Gießen des Betons und die Aushärtungsphase sind stark von Temperaturen und Niederschlägen abhängig. Schlechtes Wetter kann die Inbetriebnahme der gesamten Anlage um Wochen verzögern.

  3. Unkalkulierbare CapEx: Die Kosten für Baumaterialien, den Einsatz von Spezialmaschinen und die Arbeitsstunden der Bautrupps steigen kontinuierlich, wodurch das Budget oft überschritten wird.

Paradigmenwechsel: Flexible Tanks als neuer Standard für Solarparks

Um Bauverzögerungen zu vermeiden und die Investitionskosten (CapEx) zu senken, steigen Bauunternehmen zunehmend auf flexible Löschwasserbehälter (sog. Faltbehälter oder Kissentanks) um.

Flexsol stellt Behälter her, die klassischen Tiefbau und Betonarbeiten vollständig überflüssig machen. Statt wochenlanger Bauzeit dauert die Installation lediglich 1 bis 3 Tage. Es ist kein Fundament erforderlich – es genügt eine ebene, waagerechte Fläche (z. B. ein Sandbett), auf der ein Schutzvlies (Geotextil) ausgerollt und der Tank entfaltet wird.

Industrielle Spezifikationen für extreme Bedingungen

Viele Ingenieure stellen sich die Frage: Wie zuverlässig ist eine solche Lösung im Freien? Flexsol-Tanks wurden speziell für die rauen Einsatzbedingungen auf Industrieanlagen entwickelt:

  • Material: Hochfestes, gewebeverstärktes technisches PVC mit hoher Dichte (1100 – 1300 g/m²).

  • Temperaturbeständigkeit: Zertifiziert für den Einsatz in einem Bereich von -30°C bis +70°C. Sie halten sowohl deutschen Wintern als auch sommerlicher Hitze problemlos stand.

  • UV-Schutz: Die exzellente UV-Beständigkeit garantiert, dass das Material auch nach jahrelanger direkter Sonneneinstrahlung nicht spröde wird oder Risse bildet.

  • Kapazität: Von 30 bis 500 m³ in einem einzigen Tank. Für große BESS-Projekte können mehrere Tanks problemlos über Sammelrohre (Verteiler) zu einem System verbunden werden.

3 Gründe, warum EPC-Unternehmen auf Flexsol setzen:

  1. Radikale Kostensenkung: Die Einrichtung eines Löschwasserspeichers mit Flexsol-Tanks beginnt bei nur 30 € pro Kubikmeter. Das ist um ein Vielfaches günstiger als jede Lösung aus Beton oder Stahl.

  2. Wetterunabhängigkeit: Die Montage des Tanks kann bei nahezu jedem Wetter erfolgen. Es gibt keine materialbedingten Trocknungs- oder Wartezeiten.

  3. Nachhaltigkeit und einfacher Rückbau: In Deutschland werden Grundstücke für Solarparks oft für 20 bis 30 Jahre gepachtet. Nach Ablauf dieser Zeit fordert der Gesetzgeber eine vollständige Renaturierung (Rückbau) der Fläche. Der Abriss eines Betonbunkers verursacht enorme Kosten. Ein flexibler Flexsol-Tank wird hingegen einfach entleert, zusammengefaltet und abtransportiert – ganz ohne ökologischen Fußabdruck.

Tipp für Ihre Projektkalkulation:
Möchten Sie einen detaillierten Überblick zu den genauen Kosten, Bauzeiten und dem Tiefbau-Aufwand sehen? Lesen Sie unseren ausführlichen Beitrag: Löschwasserbehälter Vergleich: Beton, Stahlwellblech und Flexible Tanks

Fazit: Optimieren Sie Ihr Projekt bereits in der Planungsphase

Die Optimierung von Bau- und Montagearbeiten beginnt an den Schreibtischen der Planungsingenieure. Wer weiterhin Betonzisternen im Generalplan belässt, nimmt langwierige Erdarbeiten und ein aufgeblähtes Baubudget von vornherein in Kauf.

Die Integration flexibler Flexsol-Behälter bereits in der Engineering-Phase ermöglicht es EPC-Auftragnehmern und Projektentwicklern, Bauzeitpläne sicher einzuhalten, die Anforderungen der Brandschutzbehörden zu erfüllen und die Rentabilität des gesamten Projekts maßgeblich zu steigern.